Supplier Performance Management (SPM) ist der fortlaufende Prozess, die Leistung von Lieferanten und Dienstleistern nach der Vergabe zu messen, zu bewerten und gezielt zu verbessern.
Kreislauf. Erwartungen festlegen (Kennzahlen, Zielwerte, Verantwortliche), Leistung messen, Ergebnisse regelmäßig besprechen, Maßnahmen vereinbaren, Wirkung nachhalten. Wer beim Messen stehen bleibt, betreibt Berichtswesen, kein Management.
Abgrenzung. Die Bewertung vor der Vergabe heißt Lieferantenbewertung, SPM beginnt mit dem Vertrag. Die Leistungsmessung liefert die Zahlen, SPM steuert damit. Supplier Relationship Management (SRM) ist breiter und konzentriert sich auf die Entwicklung strategisch wichtiger Lieferanten. SPM liefert dafür die Datengrundlage.
Bei Dienstleistungen. Stückzahlen und Liefertermine fehlen. Gemessen werden stattdessen die Abnahme von Liefergegenständen, die Einhaltung von Meilensteinen, Teamkontinuität, Reaktionszeit und die Einschätzung der Bedarfsträger. Ein Teil der Bewertung ist damit ein Urteil von Menschen und kein Systemwert.
Begriffe. Im Englischen ist "Vendor Performance Management" ein Synonym. "Vendor" wird häufiger für Dienstleister und externe Kräfte verwendet, "Supplier" für den Einkaufskontext allgemein.
