Spend Control, auf Deutsch Ausgabenkontrolle, umfasst die Maßnahmen, mit denen eine Organisation sicherstellt, dass Ausgaben nur über vorgesehene Wege, nach definierten Regeln und mit klarer Verantwortung entstehen.
Stellhebel. Richtlinien und Genehmigungsgrenzen, Verträge und Rahmenvereinbarungen, ein definierter Beschaffungsprozess, Transparenz über laufende und geplante Ausgaben, benannte Verantwortliche.
Zwei Ansätze. Der restriktive Ansatz arbeitet mit Sperren, zusätzlichen Freigaben und Nutzungspflicht. Der ermöglichende Ansatz macht den vorgesehenen Weg so einfach, dass die Umgehung überflüssig wird. Restriktive Kontrollen erhöhen den Aufwand auch für berechtigte Bedarfe. Wo der Prozess als zu aufwendig gilt, entsteht Maverick Buying. In der Praxis werden beide Ansätze kombiniert, entscheidend ist das Verhältnis.
Abgrenzung. Spend Control ist die Tätigkeit. Spend under Management ist die Messgröße, Maverick Buying das Symptom fehlender Kontrolle und Spend-Transparenz die Voraussetzung.
Bei Dienstleistungen. Kontrolle muss vor der Beauftragung greifen. Nach dem Rechnungseingang lässt sich Spend nur noch dokumentieren, nicht mehr steuern.
