Dienstleisterbewertung ist die Beurteilung externer Dienstleister, etwa Beratungen, IT-Dienstleister oder Facility-Anbieter, nach Qualität, Termintreue, Zusammenarbeit und Kosten.
Warum sie anders ist als die Lieferantenbewertung. Dienstleistungen sind immateriell und lassen sich vorab kaum prüfen. Es gibt keine Wareneingangskontrolle. Qualität zeigt sich im Ergebnis und im Zusammenspiel mit dem Team des Auftraggebers.
Drei Phasen. Vor der Beschaffung: Kapazität und Eignung prüfen, Angebote bewerten. Während der Leistung: Fortschritt, Teamstabilität, Zwischenergebnisse. Nach der Leistung: Abnahme, Gesamteindruck, Bereitschaft zur Wiederbeauftragung. Die Fachliteratur unterscheidet ähnliche Bewertungsphasen.
Wer bewertet. Der Bedarfsträger beurteilt die fachliche Leistung, der Einkauf Konditionen und Vertragstreue. Beide Sichten werden getrennt erfasst und zusammengeführt.
Typische Kriterien. Fachliche Qualität, Einhaltung von Meilensteinen, Teamkontinuität, Kommunikation, Flexibilität, Einhaltung vereinbarter Tagessätze und Budgets.
Normen. EN 17371-1 gibt Leitlinien für die Bewertung der Kapazität von Dienstleistern und von Dienstleistungsangeboten. EN 17371-3 behandelt die Leistungsmessung im Rahmen von Dienstleistungsverträgen.
