Maverick Buying lässt sich nicht durch Compliance-Messung nach der Entscheidung lösen. Der Einkauf muss den richtigen Weg einfacher machen, sobald ein Bedarf entsteht.
Kernaussagen
- 01
Kennzahlen können Umwege belohnen
Spend under Management und Bestellabdeckung messen Prozessartefakte, nicht den Einfluss des Einkaufs auf die Entscheidung. Unter Kennzahlendruck kann nachträgliche Dokumentation den Messwert verbessern, ohne das Sourcing zu verändern.
- 02
Weniger Lieferanten ist nicht immer besser
Konsolidierung kann in standardisierten Kategorien Verwaltungskosten senken. Bei komplexen Dienstleistungen bevorzugt dasselbe Ziel womöglich den bekannten Anbieter gegenüber einem passenderen neuen Wettbewerber.
- 03
Nachgelagerte Kontrollen kommen zu spät
Guided Buying hilft bei bekannten Anforderungen und freigegebenen Anbietern. Bei Dienstleistungen entstehen Anforderungen im Gespräch; eine No-PO-no-Pay-Regel kann die bereits getroffene Anbieterwahl nicht rückgängig machen.
- 04
Am Ursprung des Bedarfs ansetzen
Bedarf erfassen und strukturieren, bevor eine informelle Anbieterzusage entsteht. Ein hilfreicher Intake-Prozess und eine offene Anbietersuche geben Bedarfsträgern einen Grund, den Einkauf einzubeziehen statt zu umgehen.
Über den Autor
In diesem Medium-Beitrag untersucht apadua-Mitgründer Gregory N. Vider, wie Einkaufskennzahlen das Verhalten von Bedarfsträgern prägen und warum frühe Bedarfserfassung wichtiger ist als nachträgliche Compliance-Kontrollen.

