Dienstleistungseinkauf ist die strukturierte Beschaffung externer Leistungen, die nicht als physisches Produkt geliefert werden — etwa Beratung, IT- und Engineering-Services, Marketing, Logistik oder Facility Management.
Abgrenzung zum Materialeinkauf. Im Materialeinkauf existiert eine technische Spezifikation und ein Preis pro Einheit; der Vergleich zweier Angebote ist arithmetisch. Im Dienstleistungseinkauf fehlt beides. Der Leistungsumfang wird sprachlich beschrieben, die Vergütung erfolgt über Tagessätze, Festpreise oder Werkverträge, und die Qualität ist erst nach Erbringung beurteilbar.
Strukturelle Besonderheiten. Bedarfe entstehen dezentral in den Fachbereichen. Die fachliche Beurteilung liegt beim Bedarfsträger, die kommerzielle beim Einkauf.
Wo der Hebel liegt. Der Hebel verschiebt sich nach vorn: in die Bedarfsklärung, die Scope-Abgrenzung, die Auswahl der eingeladenen Anbieter und die Gestaltung des Preisblatts.
Typische Kategorien: Beratung, IT-Services, Engineering, Marketing, Personaldienstleistungen, Facility Management, Logistik, Schulung, Recht, Wirtschaftsprüfung.
